Tod in Alepochori

Tod In Alepochori

 

Geisterwald. Knarrende Baumstämme, vom warmen Wind umspielt.
Ein Heer bizarrer Pinien, verbrannt bis in die Wipfel.
Rußgeschwärzte Hänge, Verwesungsgeruch …

Es sollte ein entspannter Griechenlandurlaub werden, den sich der Pforzheimer Sonderermittler Wellendorf-Renz gönnen wollte. Die feine Nase seines Vierbeiners veränderte alles.
Sein guter Ruf eilt ihm voraus. Man bittet ihn, den Athener Kommissar G. Diamantopoulos zu unterstützen. Schon befindet sich der Sonderermittler inmitten eines mysteriösen Mordfalles, der sich als weitaus komplexer entpuppt, wie es zunächst erscheint.
Die Spur führt länderübergreifend in höchste staatliche und kirchliche Instanzen. Korruption und politische Verstrickungen ziehen die Ermittler in einen tiefen Strudel weiterer eiskalter Morde.

 

ISBN: 978-3-9817678-3-4
pinguletta-Verlag, Keltern, 2017
Taschenbuch, 11,90 €

3 Gedanken zu „Tod in Alepochori

  1. Zum ersten Mal taucht dieser Kommissar Peter Wellendorf-Renz, Welle genannt, mehr oder weniger volltrunken auf. Er hat Geburtstag, einen in den Sechzigern, er ist Pensionist mit Hund und irgendwie Sonderermittler ohne Anstellung, aber mit Nase und gesundem Menschenverstand. Seine Freunde, eine Combo aus Pensionierten, Noch-Schuftenden bei der Polizei und den Honoratioren der Stadt, schenken ihm eine Reise nach Griechenland.
    Dort streift er herum. Und das Unheil … nein, das Buch nimmt seinen Lauf. Der Alte, der Sprache nicht mächtig und nicht immer geschickt im Umgang mit der Bevölkerung als deutscher Gründlichkeitsfanatiker einerseits und Hundehalter im hundefeindlichen Griechenland andererseits, tappt in ein Verbrechen. Der Tote im Baum hat etwas mit einer weltweit anerkannten Schweizer Bewacher Truppe zu tun, die griechischen Ermittler tappsen rum und Welle in die Arme einer charmanten Griechin.
    Was anfangs wie ein merkwürdiger Badeunfall (nein, nicht das mit der charmanten Griechin) aussieht, tut sich auf als Fall von Korruption
    und Intrige – bis in die höchsten Kreise. Die finden wir nicht etwa im Athen. Nein, Welle macht Welle im Vatikan. Mehr sei hier nicht verraten.
    Das Buch bietet eine wunderbare Mischung aus Leichtigkeit, Spannung und griechischen Impressionen. Wellendorf-Renz ist eine ausgereifte Figur, ein wenig schrulligeigenbrötlerisch – und man liest mit Vergnügen, wie sich der alte Herr in diesem für ihn chaotischen Land zurechtfinden muss. Auf jeden
    Fall eine Leseempfehlung für Tage am Strand – oder im griechischen Strandkorb.
    Quelle: Michael Lohmann

  2. Der Eine am Wasser, die Andere mit Wein.
    Für beide recht spannend, wie kann das nur sein?
    Die Morde geschehen in südlichen Landen,
    sind Leichen die Opfer von Gier oder Baden?
    Ein Muss ist das einmalig fesselnde Buch,
    es lohnt allemal dieser Letternbesuch.

    Erns Merz (c)

  3. Hauptkommissar Wellendorf-Renz, trat schon in einigen Kurzkrimis auf. Alle gefielen mir sehr gut, um so mehr freute ich mich ihn jetzt in einem Fall in Buchlänge bei seinen Ermittlungen begleiten zu dürfen. Besonders gefällt mir, wenn er in seinen Dialekt verfällt. Manche Dinge kann man einfach nur so ausdrücken. Da reicht hochdeutsch nicht aus. Wie immer war sein treuer Hund „Trollinger“ an seiner Seite, der die Leiche eines Tauchers in einem Baum entdeckt. Das mag sich jetzt etwas verrückt anhören, aber lesen lohnt sich, denn für diesen Ort des Leichenfundes findet Claudia Konrad eine absolut glaubwürdige Erklärung. Ich verrate sie nicht. Ich gönne „Welle“, so wird der Polizist von Freunden genannt, dass er eine Frau kennen lernt; seine starb vor acht Jahren. Die neue ist hoffentlich nicht nur eine Urlaubsbekanntschaft. Es würde mich freuen, wenn sie an Welles Seite bleiben würde, und ihn auch in Pforzheim mit griechischen Köstlichkeiten bekochen würde.
    Als Urlaubslektüre bestens geeignet, oder auch für Zu Hause, wenn einen das Fernweh packt.
    Fazit: Ein sehr gelungener Krimi. Alles drin, was ein spannendes Buch braucht. Leichen, Spannung, Wendungen in der Handlung, Romantik, Liebe und Humor.

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